Neokatechumenaler Weg

Neokatechumenaler Weg

 

Der Neokatechumenale Weg entstand in den 60er-Jahren in den Baracken von Madrid aus Initiative der spanische Maler Kiko Argüello. Gefördert durch die Päpste Paul VI., Johannes Paul II. und Benedikt XVI., sind seither in über 100 Nationen auf allen Kontinenten Neokatechumenale Gemeinschaften entstanden. Auch heute lädt Papst Franziskus die Kirche ein, in kleinen Gemeinschaften neue Glaubenswege zu öffnen.

 

Im Jahr 1994 wurde die Gemeinde St. Anna dem „Weg“ als „Missionspfarrei“ von Bischof J. Reinelt anvertraut, nachdem sie bereits von der Pfarrei Hl. Familie in Schönefeld administriert worden war.

 

Papst Johannes Paul II. bezeichnete den Neokatechumenalen Weg als „Itinerarium katholischer Formation, gültig für die Gesellschaft und die gegenwärtige Zeit“ (Brief Ogniqualvolta, 30.08.1990). Entstanden aus einem Impuls des Heiligen Geistes während des II. Vatikanischen Konzils, ist dieser „Weg“ ein „katechumenales Itinerarium (...), das all jene Phasen enthält, die die Katechumenen in der Urkirche vor dem Empfang des Taufsakraments durchliefen“.

 

Es geht um eine neue Art, das Evangelium heute zu leben, es sichtbar zu machen, unter Berücksichtigung der Bedürfnisse des modernen Menschen und der historischen Situation der Kirche. Die Pfarrei St. Anna fördert diese Erfahrung aktiv als wichtigen Bestandteil des Pfarreilebens und als eine Möglichkeit für die Evangelisierung.

 

Durch diesen „Weg“ können die Gläubigen Gott näherkommen und „ein Herz und eine Seele“ werden (Apg 4,32), nicht durch eine besondere Spiritualität, sondern durch die Wiederentdeckung der christlichen Werte, authentisch und wahr.

 

Der „Weg“ wird in der Gemeinde zu einem Ort, an dem der Glaube geboren wird und wächst. Durch das Zusammenwirken von Verkündigung, Feier der Sakramente und Erfahrung der Gemeinschaft, werden die Gläubigen zu einer Veränderung des Lebens in Christus geführt.

 

Während dieses Itinerariums, leben die Gemeinschaften wie die heilige Familie von Nazareth, die in Demut, Einfachheit und Lob lebt, und wo der andere Christus ist. Diese Gemeinschaften werden sowohl von denjenigen gebildet, die weit von der Kirche entfernt sind, die nicht ausreichend evangelisiert und katechisiert wurden, als auch von Gläubigen, die ihren Glauben vertiefen und reifen lassen möchten, darunter auch diejenigen, die aus christlichen Konfessionen stammen, die nicht in voller Gemeinschaft mit der Katholische Kirche sind.

 

Nach und nach wird das Wirken des Wort Gottes im Leben der Brüder und Schwestern sichtbar und für Fernstehende „Licht, Salz und Sauerteig“ sein.

 

Der „Weg“ ist fest auf dem Dreifuß des christlichen Lebens begründet, der vom II. Vatikanischen Konzil benannt wurde, d. h. Wort, Liturgie und Gemeinschaft. Aus diesem Grund wird der Liturgie des Wortes und der Eucharistie große Bedeutung beigemessen.

 

In unserer Pfarrei gibt es drei Gemeinschaften des Neokatechumenalen Weges mit insgesamt ca. 70 Brüdern und Schwestern und 30 Kindern. Sie treffen sich einmal wöchentlich, dienstags oder mittwochs, zu einer Wortfeier und am Samstagabend zur Feier der Eucharistie.

 

Es hat sich gezeigt, dass die Erfahrungen mit Gott auf diesem „Weg“ stark und vielfältig sind: Ehen und Familien wurden gerettet und viele Jugendliche fanden in der Kirche wieder eine Heimat. Der Reichtum an Kindern in den Familien der Pfarrei, ist gerade für unsere Zeit ein lebendiges Zeichen.

 

Es finden jährlich Katechesen zur Eröffnung eines neokatechumenalen Weges statt, die sich an suchende Erwachsene und Jugendliche wenden.

 

Als Ansprechpartner stehen    

                                             Familie Carlo und Anna Arena                Tel.: 0341 466 50 353

                                             Familie Andreas und Elisabeth Cerny       Tel.: 034298 14 618

                                             Familie Jörg und Anja Nowotny              Tel.: 034298 20 90 08

zur Verfügung.

 

Nähere Informationen finden Sie auf der Homepage: www.neokatechumenat.de